photo Julien Garroi/Tageblatt

photo Julien Garoi29 ème Assemblée Générale „Mäi Wëllen, Mäi Wee“ Association pour le Droit de Mourir dans la Dignité Lëtzebuerg
19. Juni 2017 – article Tageblatt

 

Hatte der lange Einsatz für das Gesetz noch tiefe Gräben in Luxemburg aufgerissen, so ist die Vereinigung weiterhin bemüht, durch ständigen Austausch mit allen Akteuren, die mit dem Thema zu tun haben, eben diese einstige Kluften zu überwinden.

Enge Kontakte der „Mäi Wëllen, Mäi Wee – ADMD-L“ mit dem Gesundheits- und dem Familienministerium haben dazu geführt, dass Ende letzten Jahres die „Plate-forme de fin de vie“ ins Leben gerufen wurde, wo sich alle Akteure auf dem Gebiet der Sterbehilfe, aber auch der hochqualifizierten Palliativmedizin, für die die Vereinigung ebenfalls eintritt, treffen können. Vor wenigen Jahren war dies schlicht undenkbar“, so Präsident Jean-Jacques Schonckert gegenüber dem Tageblatt auf der Generalversammlung am Samstag in Merl.
Schonckert plädiert dafür, dass die verschiedenen Akteure für ein würdevolles Sterben in Luxemburg ihre jeweiligen, zum Teil oft grundliegend verschiedenen Auffassungen über das Leben vor und nach dem Tod respektieren und gemeinsam daran arbeiten, dass der Wille des Menschen, seinen eigenen Weg zu gehen, Priorität genießt, wie er in der Newsletter „Mäi Wëllen, Mäi Wee“ festhält.

Auch diese eine der Neuerungen, die der aktuelle Verwaltungsrat in die Wege geleitet hat, nachdem einige der langjährigen Mitglieder des früheren Verwaltungsrates, darunter Mireille Kies und Nico Kohn, aus Altersgründen ihren Platz neuen Mitstreitern überlassen haben.

Neu hinzugekommen sind Bob Hochmuth (Kommunikation und Finanzen), Myriam Stephany (Diplomierte Hebamme), Roland Kolber (Psychologe) und Romain Stein (Arzt).

Weitere Mitglieder sind die Vizepräsidentinnen Véronique Hammes und Marie-Paule Kohn, Marc Genot,  Chris Scott.

Ehrengast der Generalversammlung war ganz sicher Marthy Pütz, eine der Mitbegründerinnen rund um Dr. Clees (siehe nebenstehend). „Es war damals eine Notwendigkeit, zu viele Menschen mussten gegen ihren Willen am Lebensende leiden. Wir waren Teil einer weltweiten Bewegung“, so die Frau der ersten Stunde, die sich erfreut darüber zeigte, dass die Vereinigung erfolgreich und in guten Händen ist.

Neue Beratungsstelle:
Eine weitere Neuerung, mit der „Mäi Wëllen, Mäi Wee“ aufwartet, ist die Begleitungs- und Ansprechstelle. Nach Vereinbarung eines Termins (Tel.: 621 30 64 06 oder über Sekretärin Sabrina Georges-D’Aurélio: 26 59 04 82) können hier Einzelpersonen oder Gruppen alles erfahren, was es über die schwierigen Lebenssituationen zu wissen gibt. Der neue Dienst unter der Leitung von Psycho-Onkologin Heidi Neises und Véronique Hammes bietet auch Informationsveranstaltungen für Gruppen ab zehn Personen.

 

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